DIE STORY

VOM VIRTUELLEN SIMRACING IN DIE REALE DTM TROPHY

1997 bis 2006 – Tim Heinemann wurde bereits im jungen Alter vom Motorsport gepackt. Bereits als kleiner Junge verfolgte er gespannt die Rennen der Formel 1 im Fernsehen. 2006 war er dann beim Formel 1 Rennen am Nürburgring das erste Mal live als Fan auf der Tribüne und wusste schnell „Ich will Rennfahrer werden“.

2007 bis 2011 – Vom Motorsport-Fieber gepackt suchte er nach Möglichkeiten seinen Traum zu realisieren. Da Tim allerdings aus keiner klassischen Motorsport Familie, sondern einer Arbeiter Familie stammt, musste er unkonventionelle Wege finden um an sein Ziel zu gelangen.
Vater und Sohn hatten die selbe Begeisterung für Motorsport und versuchten sich im Leihkart auf den Kartbahnen in Niederkrüchten und Kerpen auf den bereits Motorsport-Legenden wie Michael Schumacher, Bernd Schneider, Ayrton Senna und Heinz-Harald Frentzen Ihre Karrieren starteten. Schnell fuhr der damals 10-Jährige seine ersten Rundenrekorde und zeigte damit sein Potenzial. Deshalb bekam Tim ein richtiges Rennkart und auch hier dauerte es nicht lange bis er seine ersten Rennen gewann. Er wurde dann Meister der Junioren in seinem Kart-Club KCBB und wollte sich höheren Aufgaben stellen. Allerdings waren schon damals die hohen Kosten im Kartsport eine nur schwer stemmbare Aufgabe und somit musste er nach nur 2 Rennen seine Saison in den ADAC Kart Masters vorzeitig beenden. Er wollte sich aber nicht unterkriegen lassen und startete seine Karriere im virtuellen Motorsport, dem „SimRacing“.

2012 bis 2015 – Im virtuellen Motorsport angekommen gewann er prompt seinen ersten Wettbewerb, bei dem er teilnahm, die „RaceRoom Challenge“. Dies war der Startschuss SimRacing nicht nur als Hobby, sondern professionell zu betreiben. Die nächsten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten, er wurde unter anderem Zweiter bei der „Meet & Beet Timo Glock Challenge“ sowie beim „DTM Spring Cup“. Damit gab er sich aber nicht zufrieden und arbeitete weiter daran seinen Fahrstil zu perfektionieren.
Dabei merkte es schnell, wie nah das virtuelle SimRacing am realen Motorsport ist. Tim erkannte früh das Potenzial SimRacing nicht nur professionell, sondern als Sprungbrett und Talentschmiede für den realen Motorsport zu nutzen. Hier war er von Anfang an von der Simulation „RaceRoom“ überzeugt.
Er gewann zweimal in Folge die ADAC SimRacing Trophy, welche im Rahmen der ADAC SimRacing Expo die inoffizielle Europameisterschaft darstellt, und wurde damit als bisher Einziger Doppel-Sieger in die Hall of Fame aufgenommen. Darauf krönte er sich zum Meister der offiziellen virtuellen DTM Meisterschaft 2015.
Währenddessen legte er ebenfalls im realen Motorsport die Grundsteine, erarbeitete sich als Instruktor sowie Taxifahrer am Nürburgring die Chance auch Kilometer auf der echten Rennstrecke zu sammeln.

2016 bis 2017 – Die Premieren-Saison der „AMG eRacing Competition 2016“ gewann Tim dominant und sicherte sich damit einen einzigartigen Preis: Teilnahme an der AMG Driving Academy. Er durfte zwei Tage mit den damals brandneuen AMG GTR, C63, E63 und A45 im italienischen Imola weitere Rennstrecken-Erfahrung sammeln. Nach verschiedenen Übungen fand als Abschluss ein Wettbewerb aller Teilnehmer statt, welchen Tim ebenfalls gewinnen konnte. Mit vielen neuen Eindrücken sowie einem Pokal ging es somit zurück in die Heimat. Dort angekommen stand direkt die nächste Saison der „AMG eRacing Competition 2017“ an.
Die erneut hart umkämpfte Meisterschaft konnte er erneut für sich entscheiden und sicherte sich damit die erneute Teilnahme an der AMG Driving Academy. Die dort zuständigen erinnerten sich an die vorherige Teilnahme, erkannten Tims Potenzial und fassten den Entschluss, dass es wenig Sinn macht ihn erneut mit Straßen Fahrzeugen fahren zu lassen. Also boten Sie Tim einen Deal an: Einen Tag in den Rennfahrzeugen AMG GT4 & AMG GT3.

2018 bis 2019 – Nach über 10 Jahren harter Arbeit ging 2018 dann ein Riesen Traum von Tim in Erfüllung: Einmal in einem echten GT3-Rennfahrzeug fahren dürfen. Im spanischen Valencia war es dann soweit. Am Vormittag stand der GT4 auf dem Programm und am Nachmittag der GT3. Vor Ort wurde Tim von professionellen Instruktoren begleitet, unter anderem Manuel Metzger und Reini Renger. Auf Anhieb mit schnellen Rundenzeiten machte er schnell auf sich aufmerksam und sorgte für Verwunderung vor den Zeitnahme Monitoren. Niemand geringeres als DTM-Legende Bernd Schneider versuchte Tims Zeiten zu schlagen. Beide lieferten sich mit einer schnellen Runde nach der anderen eine super Zeitenjagd. Im GT4 Auto blieb Tim schlussendlich der schnelle und musste sich nur im GT3 mit mehr Aerodynamik mit lediglich 0,1 sek. dem 5-fachen DTM-Meister geschlagen geben. Dieser zögerte nicht lange und bot Tim seine Hilfe an, seitdem ist Bernd Schneider sein Mentor. Dieser zögerte nicht lange und sorgte zusammen mit Mercedes-AMG dafür, dass Tim Rennen fahren konnte. Sein erstes fand im Rahmen des DTM-Finales am Hockenheimring statt. Im GT4 Sprint Cup Europe schaffte es Tim bei seinem ersten realen Rennen mit dem 3. Platz direkt aufs Podium und sorgte damit auch im realen Motorsport für Furore. 2019 folgte dann seine erste richtige Saison in der ADAC GT4 Germany in der mit 2 Pole Position insgesamt 2 Siege einfahren konnte und am Ende den 7. Gesamtrang belegte. 2020 startet Tim in der DTM Trophy. Mehr dazu in den News